Ernährungstherapie

Die Ernährung spielt in der TCM eine wichtige Rolle, weil sie ein einfaches Mittel ist, mit dem der Patient selbst zur Genesung beitragen kann. In der TCM geht man nämlich davon aus, dass Nahrungsmittel eine energetische Heilwirkung haben. Das heisst, Speisen und Getränken werden neben den Nährwerten wie Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweissgehalt auch bestimmte vegetative Wirkungen zugeschrieben.

 

So kann zum Beispiel eine Chilischote schweisstreibend und ein Joghurt kühlend wirken. Zudem können Nahrungsmittel die Lebensenergie Qi heben oder senken und in der Tiefe oder an der Oberfläche wirken.

 

Verantwortlich für die Wirkung sind die Geschmacksrichtungen, der Geruch, die Farbe, Temperatur und Konsistenz der Lebensmittel. So wirken beispielsweise die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen auf unterschiedliche Organe: Bitteres stimuliert das Herz, Saures die Leber, Scharfes die Lunge, Salziges die Nieren, Süsses die Milz.

 

Die Heilwirkung von Nahrungsmitteln wird auch durch die Zubereitung beeinflusst. Ein gedünstetes Gemüse wirkt beispielsweise weniger wärmend auf den menschlichen Körper als ein im Ofen gebackenes. Wichtig ist auch, dass Lebensmittel verzehrt werden, die in der jeweiligen Jahreszeit geerntet werden. Zudem sollte das Essen regelmässig, zu festgelegten Zeiten, in Ruhe und ohne Ablenkung eingenommen werden.